Gemälde, Maltherapie und mehr
Ideen, die reifen. Kooperationen, die entstehen. Raum für alles, was sich findet.
Das Malen als Selbsttherapie – wie kam es dazu?
Ich habe schon immer gern gemalt. Bereits als Kind liebte ich es, in Farben einzutauchen – ganz für mich zu sein, ganz bei mir anzukommen. Wie es im Leben oft ist, folgten viele Jahre, in denen anderes im Vordergrund stand: Ausbildung, Beruf, Partnerschaft, Reisen, Familie, Schicksalsschläge … Doch mein innerer Drang, meine Passion, mich kreativ auszudrücken und mitzuteilen, war immer da – leise, aber beständig. Dann kam eine Phase, in der ich nur noch funktionierte. Bis zu einem Moment im Jahr 2014, in dem plötzlich alles hochkam – alles Verdrängte wollte und musste endlich ans Licht. Ich griff wieder zu meinem altbewährten Mittel, um meiner Seele Ausdruck zu verleihen: dem Malen.
In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche, meist großformatige Ölgemälde mit Strukturen – frei und intuitiv, oft begleitet von Musik, die mir half, meine inneren Themen nach außen zu tragen. Und davon gab es einige: Ausgrenzung und Mobbing in meiner Schulzeit, Minderwertigkeitsgefühle wegen meiner Gehbehinderung, ungesunde Abhängigkeiten … Ein besonders prägendes Thema war der frühe Tod meiner Eltern – vor allem der meiner Mutter, mit der ich tief verbunden war. Ich spürte, wie sehr mir das Malen und die bewusste Auseinandersetzung mit meiner Seele inneren Frieden schenkte. Mit jedem Bild wurde ich leichter, freier, glücklicher. In dieser Zeit durfte ich auch Menschen in meinem Umfeld inspirieren: Durch mein eigenes Heilen und die Energie, die damit einherging, fanden sie den Mut, sich zu öffnen und ihren eigenen, oft verborgenen Themen und Traumata zu begegnen. Meine Bilder wurden für sie zu einer Art Türöffner – zu einem Spiegel, in dem sie sich ehrlich und unverstellt erkennen konnten. Es war ein zutiefst erfüllendes Gefühl, sie mit meiner Kunst ein Stück auf ihrem Weg zu sich selbst begleiten zu dürfen.
Dann entdeckte ich die Kerzenkunst für mich. Seitdem fließt meine Seelenenergie und kreative Hingabe in das Kerzengießen. Das Malen trat etwas in den Hintergrund – doch meine Bilder leben weiter, an den Wänden unseres Hauses. Sie machen es zu einem besonderen, energiegeladenen Ort und erinnern mich täglich an meine wahre Passion. Denn mein Herzenswunsch ist es, das Malen und die Maltherapie wieder stärker in mein Leben zu holen.
Ich möchte mich – neben meinem Kerzen-Kleingewerbe – zur Kunsttherapie-Praktikerin weiterbilden, um Menschen durch kreativen Ausdruck und empathisches Zuhören dabei zu begleiten, Traumata, Ängste und Trauer zu verarbeiten, Blockaden zu lösen und ihren eigenen Weg zu finden.
Wann genau dieser nächste Schritt kommt, weiß ich nicht. Aber dass er kommt, davon bin ich tief überzeugt. Auf meinem Weg dorthin bin ich offen für alles, was sich zeigt und entwickeln möchte. Ich freue mich über jeden Impuls, der in mir Resonanz findet. Und ich lade dich von Herzen ein, mit mir in Kontakt zu treten – wenn du eine Idee für ein gemeinsames Wirken hast, für ein kreatives Miteinander oder ein Projekt, in dem wir gemeinsam wachsen und andere begleiten können.


























